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Ein ereignisreicher Tag

Es ist noch dunkel um 6 Uhr morgens in Whangarei. Leichter Regen hat eingesetzt, natürlich genau zu der Zeit, zu der man es nicht gebrauchen kann. Zumindest ist es so gut wie windstill. Die Wetter-App stimmt mal wieder nicht, aber das bin ich ja mittlerweile gewohnt. Ich ziehe meine Regenjacke an, bringe den Müll raus und verstaue den Koffer im Auto, das ich hier erst einmal zurücklasse, um es dann später abzuholen. Ich starte die Motoren und fange an, die Leinen einzuholen. Ich lasse die Tampen am Anschlagpunkt und schieße sie nur auf, damit ich sie in Norsand gleich wieder übergeben kann, wenn ich in die Slipbox einfahre.  Okara Marina Whangarei Leine auf Slip Langsam fahre ich aus der Okara-Marina. Hier muss man noch auf die Untiefen achten, da das Marinabecken noch nicht ganz ausgebaggert ist. Den Stab, der die Untiefe kennzeichnet, ist bei Dunkelheit und der miesen Sicht nicht auszumachen. Aber ich weiß ungefähr, wo er steckt. Das Fahrwasser auf dem Hatea River ist beleuchtet ...

Januar in Rom

Die erste Woche auf der Katinka im Jahr 2020 endete unspektakulär. Nachdem wir uns wieder eingerichtet hatten, haben wir unsere geplanten und ungeplanten Bootsprojekte wieder aufgenommen. Als wir die Fahrräder wieder aus dem hinteren Stauraum herausholten war der auf backbord mit Wasser vollgelaufen.


In den Tagen vor unserer Ankunft hatte es mit mehr als 70 Knoten gestürmt und die Blätter von den Bäumen geweht. Ein paar haben den Wasserablauf der Backskisten verstopft, sodass das Wasser über den Rand in den Stauraum hinein lief. Und das war nicht wenig. Zu allem Überfluss hat die Bilgenpumpe auch nicht funktioniert und so sammelte sich das Wasser auf über 50 Liter an. Das musste natürlich raus und so pumpten wir mit der Handpumpe das Wasser aus der Bilge. Ein paar Lackierarbeiten waren noch durchzuführen und dann war noch der Besuch von Walle, Gaby‘s Bruder, vorzubereiten. All dies bei lausigen 14°C, für unsere Verhältnisse ganz schön kühl, obwohl man sagen muss, dass die Sonne, wenn sie dann scheint, einem jetzt schon ganz schön auf den Pelz brennen kann.



Unsere Mittagspausen verbringen wir nach wie vor in unserer kleinen Marina Kantine auf einem kleinen Motorboot. Aus Platzgründen sitzen wir meistens draußen und in der Sonne ist dies auch richtig angenehm. Ist die Sonne aber weg, werden aus den gefühlten 20°C schnell wieder 14°C und dies ist entschieden zu kalt. Wir machen im Moment das Beste draus, wenn es uns zu kalt wird verkrümmeln wir uns in den Salon und schmeißen die Dieselheizung an. Dann wird es mollig warm und wir verschieben die Arbeit auf morgen. Unseren ersten Spaziergang durch Fiumicino haben wir auch schon hinter uns. Wie erwartet hat sich nicht viel geändert. In unserem Lieblingscafe Le Moko, direkt am Kanal gelegen, freute man sich uns wiederzusehen.


Da wir jetzt alle Arbeiten am Unterwasserschiff abgeschlossen haben, steht dem Termin, die Katinka wieder ins Wasser zu lassen, nichts mehr im Weg. Ich sprach mit Valerio über einen möglichen Krantermin und wir einigten uns auf den 31. Januar. Das gibt mir die Möglichkeit den Rumpf noch anzuschleifen und den Besuch von Walle ordentlich abzuwickeln. Außerdem sind bis dahin hoffentlich die Arbeiten an den sanitären Einrichtungen abgeschlossen. Die Marina hatte nach Weihnachten nämlich kurzerhand, die sanitären Einrichtungen abgerissen und ist schon seit längerem dran diese durch neue zu ersetzten. Am ersten Tag standen wir Nachts vor der Tür auf der uns erklärt wurde, dass die Arbeiten bis zum 15. Januar abgeschlossen wären, also gestern. Nach dem Lichtschalter tastend griff ich in die noch nicht getrocknete Farbe und stellte fest, dass es wohl noch ein paar Tage dauern wird bis die Arbeiten abgeschlossen sind. Solang war dann eben keine Dusche vorhanden. Eine Ersatztoilette befand sich im Nachbargebäude. In der Zwischenzeit muffeln wir so vor uns hin, haben aber die feste Zusage, dass der Sanitärbereich diese Woche fertiggestellt ist. Sollte das nicht klappen, müsste ich des öfteren bei Valerio im Büro vorbeischauen, wenn er es dann nicht mehr aushält kommt vielleicht Leben in den Prozess.

              

Am Donnerstag kommt dann Walle, dem wir Rom zeigen wollen. Was wir mit Ihm so alles erlebt haben erzählen wir euch das nächste mal. Insofern wünschen wir euch eine Handbreit Wasser unter dem Kiel und haltet die Ohren steif.

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