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Die Glatze verbrannt!

Die Half Moon Bay liegt etwa acht Seemeilen östlich des Auckland Downtown Ferry Terminals. Von hier aus erreicht man den Stadtkern in rund einer halben Stunde. Da das Wetter mitspielt, entscheiden wir uns, Auckland auf diesem Weg zu besuchen. Wir nutzen die Fährverbindung und fahren in die Stadt. Half Moon Bay im Osten von Auckland, Neuseeland Da ich von der Natur, was meine Haarbedeckung betrifft, etwas benachteiligt bin, trage ich normalerweise einen Hut. Allerdings kommt nun auch noch eine gewisse Vergesslichkeit hinzu. Kurz gesagt, ich vergesse meine Kopfbedeckung, was über den Tag hinweg fatale Folgen hat. Doch zunächst merke ich nichts davon. Vorbei an Rangitoto Island und Mission Bay nähern wir uns Auckland Downtown. Devonport liegt gegenüber und ist von der Stadt aus mit der Fähre in 15 Minuten zu erreichen. Für die Auckländer ist Devonport ein beliebtes Ausflugsziel. Devonport ist außerdem der Hauptstützpunkt der neuseeländischen Marine . Der Stadtkern ist durch einen vikt...

Die Zeit rinnt dir durch die Finger

So allmählich macht sich der Herbst in Neuseeland auch mit niedrigen Temperaturen bemerkbar. Der erste Morgen mit einem einstelligen Temperaturwert. 9°C sind ganz schön frisch. Wenigstens scheint nach Tagen der Trübnis endlich mal wieder die Sonne. Die Strahlen brennen mir auf den Buckel, während ich in der Cockle Bay sitze und meinen Cappuccino schlürfe. Aus einem kleinen Wagen werden Kaffee und Eis verkauft. 

Cafe Cockle Bay, Neuseeland

Cockle Bay, Neuseeland

Seit fünf Monaten sind wir jetzt in Neuseeland. Der letzte Monat läuft an, bevor unser Visum abläuft. Ich blicke hinaus aufs Meer und denke an das Googol-Getriebe. Die Maschine besteht aus 100 Zahnrädern, wobei jedes Zahnradpaar ein 1:10-Verhältnis hat. Damit das letzte Zahnrad eine Umdrehung vollzieht, muss sich das erste Zahnrad 10100 Mal gedreht haben. Selbst wenn sich die Zahnräder mit Lichtgeschwindigkeit bewegen würden, würde das letzte Zahnrad für diese eine Umdrehung länger brauchen, als unser Weltraum existiert. Wenn man dies in Energie umrechnen würde, würde die Energie des gesamten Universums nicht dazu ausreichen, das einhundertste Zahnrad zu bewegen. Würde sich das erste Zahnrad (2 cm groß) mit Lichtgeschwindigkeit drehen, wäre das eine Umdrehung von 2,39 Milliarden Umdrehungen pro Sekunde. Das 10. Zahnradpaar würde dann 2 Minuten und 13 Sekunden brauchen. Das 18. Zahnrad 1 Jahr, 3 Monate und 18 Tage. Das 20. Zahnrad 133 Jahre und das 21. Zahnrad 1330 Jahre für eine Umdrehung. Ab dem 29. Zahnrad hätten wir kosmisch, also über die Existenz des Universums hinaus, eine unendliche Zeitspanne. Die Zeit steht praktisch still. Für Walle steht heute das 20. Zahnrad still. Das ist etwa eine halbe Umdrehung. Mach's gut, Junge.

Walle Fidschi 2025

Die Gegend um Whitford, einer kleinen Gemeinde, die unmittelbar östlich von Auckland liegt, ist landschaftlich von Pferden geprägt. Zahlreiche Pferdekoppeln befinden sich hier im hügeligen Farmland. Der Ayrlies Garden and Wetlands bietet sich für eine kleine Wanderung an. Wie schon erwähnt hat es in der Region tagelang geregnet, sodass die Wetlands ihrem Namen alle Ehre machen. Auf den Wegen im Schilfland steht das Wasser zentimeterhoch. 

Wanderung durch die Wetlands, Neuseeland

Wetlands, Neuseeland

Egal, wir testen die Fähigkeit der Wasserabweisung unserer Schuhe und kommen tatsächlich trockenen Fußes hindurch. Zahlreiche Vogelarten sind hier heimisch. Auch zwei Papageien fliegen über unsere Köpfe von Baumwipfel zu Baumwipfel. Am Whitford Beach – Turanga Creek Conservation Reserve blicken wir hinaus auf den Pazifik. Die Bucht ist sehr flach. Das Wasser zieht sich in der Bucht bei Ebbe bis fast nach Pine Harbour zurück. Das ist umso erstaunlicher, weil der Turanga genügend Wasser in die Bucht nachschiebt, sodass an der Flussmündung ein paar Boote an der Mooring schwimmen. Allerdings kann man während Ebbe nicht aufbrechen, da 50 Meter weiter kein Wasser unter dem Kiel mehr vorhanden ist. 

Turanga Creek, Neuseeland

Das ablaufende Wasser wird auch nächste Woche in Whangarei ein Problem. Am 1. Mai haben wir Slip-Termin. Dann kommt unsere Katinka-Enjoy aus dem Wasser. Leider beginnt schon sehr früh am Tag das Wasser abzulaufen. Das heißt, ich muss sehr früh in Norsand sein. Wir werden sehen, wie wir das in den Griff bekommen. Bis dahin immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel und haltet die Ohren steif.


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