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Der neuseeländische Winter – an Land, ohne Heizung, mit „warmen Gedanken“

Der Winter in Neuseeland ist eine Angelegenheit, die man sich an Bord eines Segelbootes gut überlegen sollte. Zwar ist er nicht mit dem zu vergleichen, was man aus nördlichen Breiten als eisige Jahreszeit kennt, und dennoch kann er einem, ohne funktionierende Heizung, ganz schön unter die Haut gehen. Besonders dann, wenn die Klimaanlage, die sonst für wohlige Wärme sorgen würde, ausgerechnet dann ihren Dienst verweigert, wenn man sie bräuchte, denn sie läuft nur, solange sich das Boot im Wasser befindet. Und wir stehen an Land. Eine eisige Ironie, gleichsam ein technischer Witz, der uns auf die Methode „warme Gedanken“ zurückwirft – die leider nur suboptimal funktioniert. Warme Gedanken helfen nur bedingt Wer zwischen Ende August und September in Neuseeland an Land auf seinem Boot überwintert, erlebt eine Übergangszeit, die sich kaum entschlossen zeigen will. Der Winter endet zwar rechnerisch im August, doch davon merkt man lange noch nicht viel. Die Temperaturen bewegen sich auf der...

Cruising-Yacht

In den letzten Wochen war eine Menge zu tun und die "To do-Liste" ist noch lange nicht abgearbeitet, aber wir entwickeln uns langsam zur Cruising-Yacht. Nachdem man uns geraten hat, zu unserer Solaranlage noch einen Windgenerator zu installieren, kam zunächst die Frage auf wohin mit dem Ding. Da Katinka eine Backstag hat kommt sich der Windgenerator auf beiden Rümpfen mit diesen ins Gehege. Bleibt also nur weiter in die Mitte und somit auf einen Geräteträger montieren. Leider gibt es so einen Geräteträger für unser Boot nicht standardmässig zu kaufen. Also hiess es mal wieder selbst basteln.


Eine Woche, Rohre auf länge schneiden, bohren, Gewinde schneiden und schliesslich zusammenbauen, kostete die ganze Aktion. Doch es hat sich gelohnt, mit dem neue Geräteträger wurde die vorhandene Davit integriert und somit versteift. Somit haben wir für unser Dinghi, das mittlerweile auch eingetroffen ist, einen sicheren Aufbewahrungsplatz.


Als nächstes steht nun die Montage des Windgenerators und die gesamte Verkabelung an. Ausserdem wird eine WIFI Antenne auf dem Geräteträger montiert. Inzwischen sind die Rettungsinsel und das EPIRB eingetroffen und warten ebenfalls darauf am Boot einen festen Platz zu erhalten. Irgendwie hab ich das Gefühl die Arbeit wird nicht weniger und mir wird so langsam klar was es bedeutet, Privatier zu sein, nämlich viel Arbeit, aber kein Geld dafür zubekommen. Zumindest ist das so in meinem Fall. Jetzt aber bloss nicht jammern sondern schauen, dass es weiter voran geht. In diesem Sinne "see you"

 

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