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Video Specials

Rundreise Neuseeland, Teil 1

Die Polizistin muss, als sie mich fragte, ob ich heute schon Alkohol getrunken habe, und sie mir das Gerät vor die Nase hielt, gedacht haben: „Entweder ist der total betrunken oder er ist nicht ganz richtig in der Birne. Er sieht aus wie scheintot und weiß nicht, wie ein Alkoholtester funktioniert.“ Sie entschließt sich, Ersteres anzunehmen, und sagt: „Sie müssen da vor dem Gerät laut bis fünf zählen.“ Ich zähle also und das Gerät zeigt „Pass“ an. Etwas verwundert wünscht sie uns einen guten Tag. Es ist der 2. Januar und wir stehen vor der Kariotahi Beach . Bis 1950 war da übrigens noch ein „i“ vor dem „t“, was vermutlich durch die schwere Aussprache, selbst bei den Neuseeländern, weggefallen ist (der Strand ist übrigens schwarz, obwohl Google ihn als weiß anzeigt). Er befindet sich südwestlich von Auckland und ist gute 37 Kilometer lang. Der Strand hat sich im Laufe von zwei Millionen Jahren gebildet und besteht aus Eisenoxid von den Vulkanausbrüchen des Mount Taranaki . Hier kann ma...

Frühjahrsputz

Seppltag nennt man den Feiertag hier, den es höchstens in streng katholischen Gemeinden noch gibt. Mir konnte es recht sein, verschaffte er mir doch ein verlängertes Wochenende, welches ich nutzte um am Boot die unumgänglichen Frühjahrs-Arbeiten durchzuführen. So zumindest der Plan. Leider spielte das Wetter nicht mit, so dass nur ein Teil der geplanten Arbeiten erledigt werden konnte. Ein Highlight konnte ich trotzdem verbuchen, schaffte ich es doch unsere Dieselheizung, eine Ebersbächer A4, in Gang zu bringen. Das war auch dringend notwendig, sanken doch die Temperaturen in der Nacht auf 6°C, was ausserhalb des Schlafsacks doch ziemlich ungemütlich war. Nach gutem Zureden besann sie sich und heizte das Deckshaus und die beiden Kojen, so dass es mollig warm wurde. Innen wurde es sehr gemütlich, zumal ein hartnäckiger Regen einsetzte, der den ganzen Tag andauerte. Nicht dass ich im Boot nicht genug zu tun hätte, wollte ich doch das Rohgestänge für unsere neue Persenning montieren, was bei diesem Wetter jedoch nicht möglich war.  
Also beschäftigte ich mich mit Aufräumen und Saubermachen im Schiff. Da ich in solchen Dingen nicht sehr ausdauernd bin, widmete ich mich dem KW-Gerät, welchem ich auch noch keinen verständlichen Ton, ausser Rauschen in allen Varianten, entlocken konnte. Tatsächlich mit etwas Geduld empfing ich, in einer mir unbekannten Sprache eine Stimme. Koreanisch? Chinesisch? Who knows? Aber ich war erst einmal glücklich überhaupt etwas aus dem Kasten zuhören ausser Rauschen. Da kann man drauf aufbauen, was ich mir dann auch fest vorgenommen habe, aber zunächst stehen wichtigere Dinge an. Doch auch die Dinge müssen warten, kann ich doch das Essen im La Plancha nicht ausfallen lassen. Hier gibt es köstliche Meeresfrüchte mit einem wunderschönen Blick auf die Marina. Neben dem La Plancha gibt es noch das Restaurant All'acquapazza hier in der Marina, wo man hervorragend Pizza essen kann.
Alles in allem gingen die Tage wieder viel zu schnell zu ende, doch Ostern naht und da wird hoffentlich auch das Wetter wieder besser sein.  

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