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Ein ereignisreicher Tag

Es ist noch dunkel um 6 Uhr morgens in Whangarei. Leichter Regen hat eingesetzt, natürlich genau zu der Zeit, zu der man es nicht gebrauchen kann. Zumindest ist es so gut wie windstill. Die Wetter-App stimmt mal wieder nicht, aber das bin ich ja mittlerweile gewohnt. Ich ziehe meine Regenjacke an, bringe den Müll raus und verstaue den Koffer im Auto, das ich hier erst einmal zurücklasse, um es dann später abzuholen. Ich starte die Motoren und fange an, die Leinen einzuholen. Ich lasse die Tampen am Anschlagpunkt und schieße sie nur auf, damit ich sie in Norsand gleich wieder übergeben kann, wenn ich in die Slipbox einfahre.  Okara Marina Whangarei Leine auf Slip Langsam fahre ich aus der Okara-Marina. Hier muss man noch auf die Untiefen achten, da das Marinabecken noch nicht ganz ausgebaggert ist. Den Stab, der die Untiefe kennzeichnet, ist bei Dunkelheit und der miesen Sicht nicht auszumachen. Aber ich weiß ungefähr, wo er steckt. Das Fahrwasser auf dem Hatea River ist beleuchtet ...

Frühjahrsputz

Seppltag nennt man den Feiertag hier, den es höchstens in streng katholischen Gemeinden noch gibt. Mir konnte es recht sein, verschaffte er mir doch ein verlängertes Wochenende, welches ich nutzte um am Boot die unumgänglichen Frühjahrs-Arbeiten durchzuführen. So zumindest der Plan. Leider spielte das Wetter nicht mit, so dass nur ein Teil der geplanten Arbeiten erledigt werden konnte. Ein Highlight konnte ich trotzdem verbuchen, schaffte ich es doch unsere Dieselheizung, eine Ebersbächer A4, in Gang zu bringen. Das war auch dringend notwendig, sanken doch die Temperaturen in der Nacht auf 6°C, was ausserhalb des Schlafsacks doch ziemlich ungemütlich war. Nach gutem Zureden besann sie sich und heizte das Deckshaus und die beiden Kojen, so dass es mollig warm wurde. Innen wurde es sehr gemütlich, zumal ein hartnäckiger Regen einsetzte, der den ganzen Tag andauerte. Nicht dass ich im Boot nicht genug zu tun hätte, wollte ich doch das Rohgestänge für unsere neue Persenning montieren, was bei diesem Wetter jedoch nicht möglich war.  
Also beschäftigte ich mich mit Aufräumen und Saubermachen im Schiff. Da ich in solchen Dingen nicht sehr ausdauernd bin, widmete ich mich dem KW-Gerät, welchem ich auch noch keinen verständlichen Ton, ausser Rauschen in allen Varianten, entlocken konnte. Tatsächlich mit etwas Geduld empfing ich, in einer mir unbekannten Sprache eine Stimme. Koreanisch? Chinesisch? Who knows? Aber ich war erst einmal glücklich überhaupt etwas aus dem Kasten zuhören ausser Rauschen. Da kann man drauf aufbauen, was ich mir dann auch fest vorgenommen habe, aber zunächst stehen wichtigere Dinge an. Doch auch die Dinge müssen warten, kann ich doch das Essen im La Plancha nicht ausfallen lassen. Hier gibt es köstliche Meeresfrüchte mit einem wunderschönen Blick auf die Marina. Neben dem La Plancha gibt es noch das Restaurant All'acquapazza hier in der Marina, wo man hervorragend Pizza essen kann.
Alles in allem gingen die Tage wieder viel zu schnell zu ende, doch Ostern naht und da wird hoffentlich auch das Wetter wieder besser sein.  

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