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Wenn Dir die Kohle durch die Finger rinnt

Gaby in der Sonne von Auckland, Neuseeland Zurück auf der „ Katinka Enjoy “ gehen wir endlich die vielen Arbeiten an, die bis zum nächsten Einwassern erledigt sein müssen. Zunächst muss einiges organisiert werden. Das Antifouling ist das erste Problem. Naiv, wie ich bin, gehe ich in den Shop der Norsand-Marina und bestelle Seajet 039 Platinium , da das Zeug schon drauf ist und für mich den geringsten Aufwand bedeutet. Da, wo man keine Probleme erwartet, entstehen sie am ehesten. Man macht mir klar, dass Seajet in Neuseeland nicht erhältlich ist. Da hilft auch kein Lamentieren, es muss ein anderes Antifouling aufgetragen werden. Natürlich inklusive aller Vorbereitungen, die ein Wechsel des Antifoulings erfordert. Also muss ich anschleifen, mit Primer vorbehandeln und das neue Antifouling streichen – und dann fest hoffen, dass es hält. Wir stehen also vor der Frage: Welche Farbe ist die wirksamste, die verfügbar ist? Man lächelt mich mitleidig an. „Es gibt keine wirksame Farbe in Neuse...

Frühjahrsputz

Seppltag nennt man den Feiertag hier, den es höchstens in streng katholischen Gemeinden noch gibt. Mir konnte es recht sein, verschaffte er mir doch ein verlängertes Wochenende, welches ich nutzte um am Boot die unumgänglichen Frühjahrs-Arbeiten durchzuführen. So zumindest der Plan. Leider spielte das Wetter nicht mit, so dass nur ein Teil der geplanten Arbeiten erledigt werden konnte. Ein Highlight konnte ich trotzdem verbuchen, schaffte ich es doch unsere Dieselheizung, eine Ebersbächer A4, in Gang zu bringen. Das war auch dringend notwendig, sanken doch die Temperaturen in der Nacht auf 6°C, was ausserhalb des Schlafsacks doch ziemlich ungemütlich war. Nach gutem Zureden besann sie sich und heizte das Deckshaus und die beiden Kojen, so dass es mollig warm wurde. Innen wurde es sehr gemütlich, zumal ein hartnäckiger Regen einsetzte, der den ganzen Tag andauerte. Nicht dass ich im Boot nicht genug zu tun hätte, wollte ich doch das Rohgestänge für unsere neue Persenning montieren, was bei diesem Wetter jedoch nicht möglich war.  
Also beschäftigte ich mich mit Aufräumen und Saubermachen im Schiff. Da ich in solchen Dingen nicht sehr ausdauernd bin, widmete ich mich dem KW-Gerät, welchem ich auch noch keinen verständlichen Ton, ausser Rauschen in allen Varianten, entlocken konnte. Tatsächlich mit etwas Geduld empfing ich, in einer mir unbekannten Sprache eine Stimme. Koreanisch? Chinesisch? Who knows? Aber ich war erst einmal glücklich überhaupt etwas aus dem Kasten zuhören ausser Rauschen. Da kann man drauf aufbauen, was ich mir dann auch fest vorgenommen habe, aber zunächst stehen wichtigere Dinge an. Doch auch die Dinge müssen warten, kann ich doch das Essen im La Plancha nicht ausfallen lassen. Hier gibt es köstliche Meeresfrüchte mit einem wunderschönen Blick auf die Marina. Neben dem La Plancha gibt es noch das Restaurant All'acquapazza hier in der Marina, wo man hervorragend Pizza essen kann.
Alles in allem gingen die Tage wieder viel zu schnell zu ende, doch Ostern naht und da wird hoffentlich auch das Wetter wieder besser sein.  

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