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Der kühle Norden Deutschlands

Auch in Stuttgart ist es recht frisch, als wir uns auf den Weg in den Norden Deutschlands machen. Um kurz nach sechs Uhr ist noch nicht allzu viel los auf den Straßen. Die Anzeige kündigt den Bus, der uns zum Hauptbahnhof bringen soll, in vier Minuten an. Wir sind etwas aufgeregt und gespannt, ob wir es mit dem Deutschlandticket und dem Regionalverkehr bis nach Sylt schaffen. Damit wir diesen Verkehr nicht völlig überfordern, haben wir die Strecke auf mehrere Etappen aufgeteilt. Heute wollen wir nach Göttingen . Von Stuttgart geht es zunächst nach Würzburg. Hier müssen wir in den RE7 nach Erfurt umsteigen. In Neudietendorf steigen wir dann in den Zug nach Göttingen. Die Stadt liegt in Niedersachsen und ist die größte und älteste Universitätsstadt Niedersachsens. 953 erstmals als Dorf Gutingi an der Leine erwähnt. Der Marktflecken Gotingen erlangte 1230 die Stadtrechte. Mit den Jahren schmolzen die beiden Ortschaften zusammen. Heute hat Göttingen rund 135.000 Einwohner. Die Innenstadt ...

Frühjahrsputz

Seppltag nennt man den Feiertag hier, den es höchstens in streng katholischen Gemeinden noch gibt. Mir konnte es recht sein, verschaffte er mir doch ein verlängertes Wochenende, welches ich nutzte um am Boot die unumgänglichen Frühjahrs-Arbeiten durchzuführen. So zumindest der Plan. Leider spielte das Wetter nicht mit, so dass nur ein Teil der geplanten Arbeiten erledigt werden konnte. Ein Highlight konnte ich trotzdem verbuchen, schaffte ich es doch unsere Dieselheizung, eine Ebersbächer A4, in Gang zu bringen. Das war auch dringend notwendig, sanken doch die Temperaturen in der Nacht auf 6°C, was ausserhalb des Schlafsacks doch ziemlich ungemütlich war. Nach gutem Zureden besann sie sich und heizte das Deckshaus und die beiden Kojen, so dass es mollig warm wurde. Innen wurde es sehr gemütlich, zumal ein hartnäckiger Regen einsetzte, der den ganzen Tag andauerte. Nicht dass ich im Boot nicht genug zu tun hätte, wollte ich doch das Rohgestänge für unsere neue Persenning montieren, was bei diesem Wetter jedoch nicht möglich war.  
Also beschäftigte ich mich mit Aufräumen und Saubermachen im Schiff. Da ich in solchen Dingen nicht sehr ausdauernd bin, widmete ich mich dem KW-Gerät, welchem ich auch noch keinen verständlichen Ton, ausser Rauschen in allen Varianten, entlocken konnte. Tatsächlich mit etwas Geduld empfing ich, in einer mir unbekannten Sprache eine Stimme. Koreanisch? Chinesisch? Who knows? Aber ich war erst einmal glücklich überhaupt etwas aus dem Kasten zuhören ausser Rauschen. Da kann man drauf aufbauen, was ich mir dann auch fest vorgenommen habe, aber zunächst stehen wichtigere Dinge an. Doch auch die Dinge müssen warten, kann ich doch das Essen im La Plancha nicht ausfallen lassen. Hier gibt es köstliche Meeresfrüchte mit einem wunderschönen Blick auf die Marina. Neben dem La Plancha gibt es noch das Restaurant All'acquapazza hier in der Marina, wo man hervorragend Pizza essen kann.
Alles in allem gingen die Tage wieder viel zu schnell zu ende, doch Ostern naht und da wird hoffentlich auch das Wetter wieder besser sein.  

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